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Amstrad CPC / Technische Daten

Amstrad/Schneider CPC 6128 - Daten
Werbeprospekt CPC 6128
veröffentlicht: CPC 6128: 1985
Prozessor:  Zilog Z80A

Der Z80 Mikroprozessor ist eine 8-bit CPU mit einem 16-bit Adress-Bus, der direkt 64 KB Speicher adressieren kann. Die 128 KB Speicher im CPC 6128 konnten durch Bank-Switching adressiert werden. Der Z80 hat 252 Root Instructions und kann mit seinen 4 Byte-Prefixes weitere 308 Instructions ansprechen. Dem Z80 diente Intels 8080 als Vorbild und enthält die 78-8080 Opcodes als Untermenge seines Sprachschatzes.

Besondere Beachtung verdient der Accumulator sowie sechs 8-bit-Register, die als drei 6-bit-Register verwendet werden können. Zusätzlich zu den Standardregistern enthält er einen Stackpointer, einen Programmzähler sowie zwei Index-Register (Memorypointer). Während 80486 und 68000 in der nächsthöheren Liga mitspielten, war der Z80 ein idealer Prozessor für preiswerte Kontrollanwendungen, zumal er sich aufgrund seines integrierten Refresh-Circuits für ein Design mit DRAMS anbot.

Der Z80 besitzt ein 40-Pin DIP-Gehäuse. Hergestellt wurde er in 3 Varianten(A,B,C), die sich lediglich bzgl. ihrer maximalen Taktfrequenz unterscheiden. Er wurde auch als Stand-Alone-Mikrocontroller hergestellt, u.a. in verschiedenen Variationen von integriertem RAM und EPROM.
Zilog Z80A
Max. Taktfrequenz: Z80 - 2.5MHz, Z80A - 4MHz
Stromzufuhr: Z80 - 60mA, Z80A - 90mA
Betriebstemperatur: 0 - 70 deg C.
Minimale Instruction Time: 1uS (4MHz)
Maximale Instruction Time: 5.75uS (4MHz)
Anzahl Instructions: 158 (78 Instruktionen des 8080 als Subset)
Interne Register: 14
Stack: RAM
Taktfrequenz:  4 MHz
RAM:  128 KByte in 2 Bänken zu je 64 KByte (in Basic/AMSDOS 42 KByte freier Speicher)
ROM:  32 KByte + 16 KByte Disk-ROM
Betriebssystem:  AmsDOS on-board, CP/M 2.2 auf Diskette, CP/M PLUS auf Diskette
Grafikchipsatz:  Motorola 6845
Motorola 6845
Textmodi:  20 x 25, 40 x 25, 80 x 25
Standard ASCII
Farbpalette:  27 Farben
Grafikmodi:  mode0: 160 x 200 (16 Farben),
mode1: 320 x 200 (4 Farben),
mode2: 640 x 200 (2 Farben)

Die Grafikmodi konnten durch 'Overscan' etwas verbessert werden (wie z.B. auch auf dem Amiga). So konnte man z.B. Mode 0 zu 192*264 mit 16 Farben aufbohren.

Eines der frühen Spiele für den Amstrad CPC war Sorcery+ (1985), in welchem die Programmierer zwei Grafikmodi kombinierten:
Sorcery+ (1985)
Hier zwei weitere Beispiele, daß man mit wenigen Farben und ein paar Tricks durchaus ansehnliche Grafiken erzeugen konnte:
Anarchy (Made)
Soundchip:  General Instruments AY-3-8912, Soundprobe
General Instruments AY3-8912
Sound:  3 Stimmkanäle, 1 Geräuschkanal, Stereo, eingebauter Lautsprecher
Keyboard:  QWERTY, 74 Tasten mit Zahlenblock
Diskettenlaufwerk:  3 Zoll, 178 KByte pro Diskettenseite (Data-Format), System-Format: 169 KByte

3 Zoll Diskette
I/O:  1 x Datenschnittstelle (z.B. externe Floppy), 1 x Centronics Parallelport, 1 x Tape, 1 x Joystick
Besonderes:  Stromzufuhr erfolgt durch Monitor (Grünmonitor oder Farbmonitor)
AMSDOS: Befehle:
|A
|B
|CPM
|DIR
|DISC
|DISC.IN
|DISC.OUT
|DRIVE
|ERA
|REN
|TAPE
|TAPE.IN
|TAPE.OUT
|USER
	
Locomotive Basic 1.1: Einer der Gründe warum der AMSTRAD CPC seine Programmierergemeinde lange über seinen Zenit hinaus behielt war sein für damalige Verhältnisse herausragendes Basic. Locomotive Basic wurde von einer Gruppe ehemaliger Acorn-Programmierer entwickelt. Es erlaubte den Programmierern, nahezu alles mit dem Homecomputer zu machen was auch seine eingebauten Maschinenprogramme/instruktionen ermöglichten. Dennoch entlockten Maschinencode-Programmierer dem CPC noch etliche Tricks.

Im Vergleich zu den teilweise recht ärmlichen Basic-Dialekten anderer 8Bit-Computer war Locomotive Basic 1.1 ein sehr ausgereiftes Basic, das zudem eine sehr standardisierte Syntax verwendete. Alles in Allem verdanken viele CPC-Anwender insbesondere dem leistungsfähigen Locomotive Basic sowie dem Betriebsystem CP/M (inklusive Programme wie z.B. Starwriter) einen vertrauten und gut vorbereiteten Umstieg auf die Intel-PC-Welt, insbesondere hinsichtlich GW-BASIC und DOS-Prompt ... der Amstrad CPC 6128 wird nicht umsonst noch heute von vielen 8-Bit-Veteranen als der einsatzfähigste, variabelste und bzgl. des Programmierens professionellste Homecomputer der 1980er Jahre bezeichnet.

Befehle:
ABS
AFTER
AND
ASC
ATN
AUTO
BIN$
BORDER
CALL
CAT
CHAIN
CHAIN MERGE
CHR$
CINT
CLEAR
CLEAR INPUT
CLG
CLOSEIN
CLOSEOUT
CLS
CONT
COPYCHR$
COS
CREAL
CURSOR
DATA
DEC$
DEF FN (Function)
DEFINT
DEFREAL
DEFSTR
DEG
DELETE
DERR
DI
DIM
DRAW
DRAWR
EDIT
EI
ELSE
END
ENT
ENV
EOF
ERASE
ERL
ERR
ERROR
EVERY
EXP
FILL
FIX
FN
FOR
FRAME
FRE
GOSUB
GOTO
GRAPHICS PAPER
GRAPHICS PEN
	
HEX$
HIMEM 
IF
INK
INKEY
INKEY$
INP
INPUT
INSTR
INT
JOY
KEY
KEY DEF
LEFT$
LEN
LET
LINE INPUT
LIST
LOAD
LOCATE
LOG
LOG10
LOWER$
MASK
MAX
MEMORY
MERGE
MID$
MIN
MOD
MODE
MOVE
MOVER
NEW
NEXT
NOT
ON BREAK CONT
ON BREAK GOSUB
ON  GOSUB
ON BREAK STOP
ON ERROR GOTO
ON expr GOTO
ON SQ soundchannel GOSUB
OPENIN
OPENOUT
OR
ORIGIN
OUT
PAPER
PEEK
PEN
PI
PLOT
PLOTR
POKE
POS
PRINT
PRINT SPC
PRINT TAB
PRINT USING
RAD
	
RANDOMIZE
READ 
RELEASE
REM
REMAIN
RENUM
RESTORE
RESUME
RESUME NEXT
RETURN
RIGHT$
RND
ROUND
RUN
SAVE
SGN
SIN
SOUND
SPACE$
SPC
SPEED INK
SPEED KEY
SPEED WRITE
SQ
SQR
STEP
STOP
STR$
STRING$
SWAP
SYMBOL
SYMBOL AFTER
TAB
TAG
TAGOFF
TAN
TEST
TESTR
THEN
TIME
TO
TROFF
TRON
UNT
UPPER$
USING
VAL
VPOS
WAIT
WEND
WHILE
WIDTH
WINDOW
WINDOW SWAP
WRITE
XOR
XPOS
YPOS
ZONE